Am 21.1.2026 trafen sich 15 Interessierte im Gemeindehaus in Großen Linden, um sich über die Saisongärten der Klimainitiative in Linden-Leihgestern und die Organisation Solidarische Landwirtschaft (Solawi) Marburg zu informieren. Eingeladen hatten die Organisatorinnen der Lindener Saisongärten: Eva-Maria Grieß, Bernadette Kuhn, Sandra Herrmann und für die Solawi die operative Geschäftsführerin Vera Zimmermann, der technischer Support erfolgte durch Herrn Pfarrer Johannes Krug aus Langgöns, selbst langjähriger Kunde bei der Solawi Marburg.
Zunächst erklärte Frau Grieß wie der Saisongarten funktioniert: Die Klimainitiative kümmert sich um die Bodenbearbeitung, Möglichkeiten der Bewässerung, mäht, repariert, besorgt das Saatgut und die Gartenwerkzeuge und stellt kräftige Jungpflanzen bereit. Im Frühling übernimmt der Interessent/in das vorbereitetes Selbstversorger-Beet. Dort pflanzen, pflegen und ernten die Nutzer/innen eine Saison lang ihr eigenes Gemüse in bester Bio-Qualität. Beim Hacken und Jäten trifft man auf Gleichgesinnte, tauscht sich aus und hat viel Spaß miteinander. In einer Sprechstunde und in laufenden Workshops können die Nutzer/innen die Gartenprofis ausfragen. Sie lernen viel über ökologisches Gärtnern. Auch ohne Vorkenntnisse kann jeder erfolgreich ernten. Man kann quasi seinem Essen beim Wachsen zuschauen und sein selbst angebautes knackfrisches Bio-Gemüse ernten. Für die Gartenarbeit sollte man 2 bis 3 Stunden pro Woche einplanen. Die Kosten betragen 150 € inclusive Mitgliedsbeitrag für die Klimainitiative in Höhe von 6€ pro Jahr. Die Parzellen sind 35m² groß, zur Hälfte schon vorbepflanzt, man kann auch eine halbe Parzelle pachten. Ein besonderes Lob ging an die Verpächterin Frau Tina Hänel und die Unterstützung bei der Bewässerung durch Frau S. Schäfer. Jeder kann gärtnern, wann es zeitlich passt, und bekommt per Email im Newsletter alle Infos und Anleitungen frei Haus.
Für 2026 sind noch Parzellen frei, Interessenten wenden sich bitte an:
Eva Gries (eva-maria-gries@web.de).
Im zweiten Teil des abends berichtete Frau Vera Zimmermann über die Organisation „Solidarische Landwirtschaft“ (Solawi). In der Solidarischen Landwirtschaft tragen mehrere Privathaushalte die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteerträge erhalten. Durch den persönlichen Bezug zueinander erfahren sowohl die Erzeuger /innen als auch die Konsument/innen die vielfältigen Vorteile einer nicht-industriellen, marktunabhängigen Landwirtschft. Ein interessanter Infofilm veranschaulichte die Arbeitsweise eines Solawi-Betriebes: ökologisch, regional, gemeinschaftlich, fair, transparent. Die Zuschauer bekamen spontan Lust auf gesunde Ernteprodukte. Laut der operative Geschäftsführerin des Solidarhofs „Grünzeug“ in Kirchvers Frau Zimmermann betragen die Kosten für die Mitglieder 80€ pro Monat. Dafür werden sie ein ganzes Jahr lang mit leckerem, saisonalem und vielfältigem Bio-Gemüse versorgt. Geliefert wird einmal pro Woche an verschiedene Verteilpunkte in Marburg, Elnshausen, Wehrshausen,
Gießen u.a.. Sollten sich aus Linden 10 Teilnehmer finden, könnte als Verteilerpunkt einer der alten Keller unterhalb der Peterskirche in Leihgestern dienen. 3 Zuhörer zeigten schon spontanes Interesse. Kontaktaufnahme ist unter solawi@solawi-marburg.de möglich. Weitere Informationen unter www.solawi-marburg.de. Auf Anfrage sind auch kleine Anteile möglich. Die Lieferungen sind Saison und Wetter abhängig. Im Frühjahr gibt es z.B.: bunte Salate, Grüne-Soße-Kräuter, Knoblauch, Kolrabi, Radieschen, Erdbeeren u.v.m., im Sommer: Zucchini, Gurke, Paprika, Mangold, Spitzkohl u.v.m., im Herbst: Endiviensalat, Rote Beete, verschiedene Kürbissorten, Rettich, Sellerie u.v.m., im Winter: Feldsalat, Rucola, Möhren, Pastinaken, Kohl u.v.m.,
Kartoffeln möglichst alle 2 Wochen. Der Arbeitskreis Obst bewirtschaftet auch Streuobstwiesen,
sodaß auch 5 Liter Apfelsaft zum Sortiment gehören, sowie 2 Gläser Honig pro Saison.
Ein gelungener Abend machte Lust auf gesunde Produkte aus solidarischer Landwirtschaft oder
den eigenen Anbau in den Lindener Saisongärten.
