Stadtradeln 2026

Liebe Klimainteressierten,

nach 2 jähriger Pause haben wir uns entschlossen, dieses Jahr wieder am Stadtradeln teilzunehmen.
Wir wollen ein deutliches Zeichen setzen für Alternativen zum Benzin- und Dieselverbrauch. Wir verurteilen die Energiepolitik unserer
derzeitigen Wirtschaftsministerin, ihren Lobbyismus und ihren Umgangston gegenüber anderen Politikern auf das Schärfste. Ihre rückwärts
gewandte Energiepolitik mit der Fortsetzung der Ausbeutung fossiler Energien und mangelnder Förderung von alternativen Energien stinkt
im wahrsten Sinn des Wortes zum Himmel.
Seit Jahren setzt sich die Klimainitiative für eine Verbesserung der Radwege in Linden ein. Nun wurde wenigstens die Ampel-
schaltung an der Frankfurter Strasse im Gewerbegebiet fahrradfreundlicher gestaltet, ein sinnvoller, winziger Schritt in die
richtige Richtung, aber es gibt noch sehr viel zu tun. Dafür wollen wir uns mit unserer diesjährigen Teilnahme am Stadtradeln
einsetzen. Interessierte Mitglieder und Bürger sind herzlich dazu eingeladen mit uns Kilometer zu sammeln und sich für mehr
Klimaschutz in Linden zu engagieren. Seid dabei, sammelt Kilometer für die Klimaini Linden!

Herzliche Grüße

Dr. Barbara Ibe für die Klimainitiative Linden e.V.

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Pressemitteilung

Gemeinsam in die Pedale für den Klimaschutz: Pohlheim Zero unterstützt Klimainitiative Linden beim Stadtradeln

Pohlheim/Linden – Nach zweijähriger Pause ruft die Klimainitiative Linden erneut zur Teilnahme am Stadtradeln auf – und erhält dabei tatkräftige Unterstützung: Die Bürgerinitiative Pohlheim Zero schließt sich dem Team an und setzt damit ein klares Zeichen unter dem Motto: „Rad statt Sprit „.

Angesichts globaler Krisen und steigender Energieunsicherheiten betont Pohlheim Zero die dringende Notwendigkeit, fossile Brennstoffe konsequent einzusparen. Der Umstieg auf das Fahrrad für Strecken bis z. B. 10 km sei eine unmittelbar umsetzbare und wirksame Maßnahme, um Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig ein sichtbares Signal für eine nachhaltigere Mobilität zu setzen.

Deutliche Kritik äußert die Lindener Klimainitiative an der aktuellen Energiepolitik auf Bundesebene. Aus ihrer Sicht wird weiterhin zu stark auf fossile Energieträger gesetzt, während der Ausbau erneuerbarer Energien nicht entschlossen genug vorangetrieben wird. Die Bürgerinitiative Pohlheim Zero schließt sich dieser Kritik ausdrücklich an. Sie bewertet die derzeitige Ausrichtung der Energiepolitik als rückwärtsgewandt und fordert einen klaren Kurswechsel hin zu konsequentem Klimaschutz und zukunftsfähigen Energielösungen.

„Es reicht nicht, über Veränderungen zu sprechen – wir müssen sie auch leben. Jeder Kilometer auf dem Fahrrad ist ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärt die Sprecherin Hannah Ringler von Pohlheim Zero. „Deshalb strampeln wir aus Überzeugung gemeinsam mit der Klimainitiative Linden.“

Mit ihrer Teilnahme am Stadtradeln wollen beide Initiativen nicht nur Kilometer sammeln, sondern auch Bewusstsein schaffen: für klimafreundliche Mobilität, für die Dringlichkeit der Energiewende und für die Verantwortung jedes Einzelnen.

Marienmarkt 2026

Erfolgreiche Teilnahme der Klimainitiative Linden am diesjährigem Marienmarkt:


Der mit buntbemalten Wimpeln und Frühlingsblumen liebevoll dekorierte Stand der Klimainitiative Linden lockte sowohl Kinder als auch Erwachsene an. Bis auf einen kleinen Regenschauer spielte das Wetter mit und z.T. wärmten sogar Sonnenstrahlen die zahlreichen Besucher/innen.

Während die Kinder viel Spaß beim Bemalen und Bekleben der vorbereiteten Wimpel hatten, konnten die Erwachsenen in Ruhe die „Klimawaage“ ausprobieren.
Mit großem Staunem wurde registriert wie positiv sich einzelne alltägliche Maßnahmen wie Bezug von Ökostrom, Verzicht auf Flugreisen, Wäsche waschen bei 30 Grad, niedrigere Raumtemperatur, geringerer Fleischkonsum u.a. auf den individuellen CO2 Abdruck auswirken. Viele der interessierten Bürger/innen sind bereits auf dem richtigem Weg
und haben ihr Verhalten umgestellt. Auf Urlaubsreisen wollten die Wenigsten verzichten, umso anschaulicher war die Demonstration vom CO2 Ausstoß durch eine Kreuzfahrt oder eine Flugreise im Vergleich zu einer Bahnfahrt.
Es ergaben sich interessante Diskussionen und auch Menschen, die meinten: „Was kann ich alleine schon ausrichten“, wurden individuelle Maßnahmen aufgezeigt. Es ist wie bei einer Mauer, der erste Stein muss gelegt werden, damit die Mauer entsteht. Um sie stabil zu machen, braucht es viele einzelne Steine. Vielleicht begrünen sie einfach ihren
Balkon oder pflanzen einen neuen Baum in ihrem Garten, jeder noch so kleine Schritt zählt.


Die Kinder waren mit Eifer bei der Sache, besonders beliebt waren Tiere und österliche Motive. Dabei zeigten einige erstaunliches Talent und die Eltern unterstützten die kleinen Künstler mit Freude. Alle durften ihre individuell gestalteten Wimpel stolz mit nach Hause nehmen. Den Standbetreibern hat es großen Spaß gemacht.

Der Losgewinn der  Firma Straka durch den einzigen konsequenten Veganer erfreute die Standbetreiber/innen besonders, konnte jedoch rasch mit einem Gewinn der Firma VINisky getauscht werden.

Vortrag Solawi und Saisongärten am 21.1.2026

Am 21.1.2026 trafen sich 15 Interessierte im Gemeindehaus in Großen Linden, um sich über die Saisongärten der Klimainitiative in Linden-Leihgestern und die Organisation Solidarische Landwirtschaft (Solawi) Marburg zu informieren. Eingeladen hatten die Organisatorinnen der Lindener Saisongärten: Eva-Maria Grieß, Bernadette Kuhn, Sandra Herrmann und für die Solawi die operative Geschäftsführerin Vera Zimmermann, der technischer Support erfolgte durch Herrn Pfarrer Johannes Krug aus Langgöns, selbst langjähriger Kunde bei der Solawi Marburg.

Zunächst erklärte Frau Grieß wie der Saisongarten funktioniert: Die Klimainitiative kümmert sich um die Bodenbearbeitung, Möglichkeiten der Bewässerung, mäht, repariert, besorgt das Saatgut und die Gartenwerkzeuge und stellt kräftige Jungpflanzen bereit. Im Frühling übernimmt der Interessent/in das vorbereitetes Selbstversorger-Beet. Dort pflanzen, pflegen und ernten die Nutzer/innen eine Saison lang ihr eigenes Gemüse in bester Bio-Qualität. Beim Hacken und Jäten trifft man auf Gleichgesinnte, tauscht sich aus und hat viel Spaß miteinander. In einer Sprechstunde und in laufenden Workshops können die Nutzer/innen die Gartenprofis ausfragen. Sie lernen viel über ökologisches Gärtnern. Auch ohne Vorkenntnisse kann jeder erfolgreich ernten. Man kann quasi seinem Essen beim Wachsen zuschauen und sein selbst angebautes knackfrisches Bio-Gemüse ernten. Für die Gartenarbeit sollte man 2 bis 3 Stunden pro Woche einplanen. Die Kosten betragen 150 € inclusive Mitgliedsbeitrag für die Klimainitiative in Höhe von 6€ pro Jahr. Die Parzellen sind 35m² groß, zur Hälfte schon vorbepflanzt, man kann auch eine halbe Parzelle pachten. Ein besonderes Lob ging an die Verpächterin Frau Tina Hänel und die Unterstützung bei der Bewässerung durch Frau S. Schäfer. Jeder kann gärtnern, wann es zeitlich passt, und bekommt per Email im Newsletter alle Infos und Anleitungen frei Haus.

Für 2026 sind noch Parzellen frei, Interessenten wenden sich bitte an:

Eva Gries (eva-maria-gries@web.de).

Im zweiten Teil des abends berichtete Frau Vera Zimmermann über die Organisation „Solidarische Landwirtschaft“ (Solawi). In der Solidarischen Landwirtschaft tragen mehrere Privathaushalte die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteerträge erhalten. Durch den persönlichen Bezug zueinander erfahren sowohl die Erzeuger /innen als auch die Konsument/innen die vielfältigen Vorteile einer nicht-industriellen, marktunabhängigen Landwirtschft. Ein interessanter Infofilm veranschaulichte die Arbeitsweise eines Solawi-Betriebes: ökologisch, regional, gemeinschaftlich, fair, transparent. Die Zuschauer bekamen spontan Lust auf gesunde Ernteprodukte. Laut der operative Geschäftsführerin des Solidarhofs „Grünzeug“ in Kirchvers Frau Zimmermann betragen die Kosten für die Mitglieder 80€ pro Monat. Dafür werden sie ein ganzes Jahr lang mit leckerem, saisonalem und vielfältigem Bio-Gemüse versorgt. Geliefert wird einmal pro Woche an verschiedene Verteilpunkte in Marburg, Elnshausen, Wehrshausen,

Gießen u.a.. Sollten sich aus Linden 10 Teilnehmer finden, könnte als Verteilerpunkt einer der alten Keller unterhalb der Peterskirche in Leihgestern dienen. 3 Zuhörer zeigten schon spontanes Interesse. Kontaktaufnahme ist unter solawi@solawi-marburg.de möglich. Weitere Informationen unter www.solawi-marburg.de. Auf Anfrage sind auch kleine Anteile möglich. Die Lieferungen sind Saison und Wetter abhängig. Im Frühjahr gibt es z.B.: bunte Salate, Grüne-Soße-Kräuter, Knoblauch, Kolrabi, Radieschen, Erdbeeren u.v.m., im Sommer: Zucchini, Gurke, Paprika, Mangold, Spitzkohl u.v.m., im Herbst: Endiviensalat, Rote Beete, verschiedene Kürbissorten, Rettich, Sellerie u.v.m., im Winter: Feldsalat, Rucola, Möhren, Pastinaken, Kohl u.v.m.,

Kartoffeln möglichst alle 2 Wochen. Der Arbeitskreis Obst bewirtschaftet auch Streuobstwiesen,

sodaß auch 5 Liter Apfelsaft zum Sortiment gehören, sowie 2 Gläser Honig pro Saison.

Ein gelungener Abend machte Lust auf gesunde Produkte aus solidarischer Landwirtschaft oder

den eigenen Anbau in den Lindener Saisongärten.

Mitgliederversammlung der Klimainitiative Dez. 2025

Pressemitteilung über die Mitgliederversammlung der Klimainitiative Linden:
Bereits im Dezember 2025 fand ordnungsgemäß die Mitgliederversammlung der Klimainitiative Linden statt.


Nach der Sitzungseröffnung wurde die Beschlussfähigkeit festgestellt. Es folgte der Bericht des 1. Vorsitzenden über die Aktivitäten der Klimainitiative in 2025:

Im März gab es einen sehr informativen Vortrag von Herbert Peters von der Gießener Amnesty International Gruppe über die Energiewende und Menschenrechte mit Schwerpunkt Abbau von Mineralien für die Akkuproduktion von E Autos.
Mit einem Infostand im Gemeindehaus waren Mitglieder der Klimaini auf dem Marienmarkt vertreten.
Schriftlich wurde gegen das Abholzen von gesundem Wald und weitere Versiegelung von Fläche durch den Erweiterungsbau der Firma Bieber+Marburg protestiert.

Vor Beginn der Fahrradsaison und vor dem Ende des Winterschlafs der Fledermäuse wurde im März zusammen mit Mitgliedern des NABU die neue Fahrradservicestation am Trafohäuschen direkt am Lahn-Limes Radweg gelegen installiert.

Der alljährliche Klimatag in der Schulstraße in Leihgestern Ende Juni bot ein buntes Programm und ließ die Teilnehmer/innen wieder einmal am eigenen Leib die Notwendigkeit von mehr Beschattung und mehr Bewässerung in der Stadt spüren. Jahrelang hat sich die Klimaini für Verkehrsberuhigung in der Stadt eingesetzt und freut sich über neue Parkplatzregelungen und neu eingerichtete 30 Zonen durch Herrn Bürgermeister Wedemann.

In Zusammenarbeit mit dem Förster konnten an einigen Stellen im Wald Schranken abgebaut oder entschärft werden. Mitglieder der Klimainitiative berieten an einem Stand bei der diesjährigen Energiemesse in Pohlheim. Dank einerSpende in Höhe von 1400€ durch den Allrad Verein in Gießen bekam das „Danni“ Lastenrad einen
neue Akku und kann wieder ausgeliehen werden. Die Saisongärten waren ein voller Erfolg und die Pächter freuten sich über eine üppige Ernte.
Die Kasse wurde von Herrn Robert Kreuzinger-Ibe geprüft, es gab keine Einwände.
Der Vorstand wurde mit einer Stimme Enthaltung entlastet.
Es standen keine Neuwahlen an.
Robert Kreuzinger-Ibe wird wieder als Kassenprüfer gewählt.
Der Mitgliedsbeitrag bleibt bei 6€ pro Jahr mit offener Grenze nach oben.
Verschiedenes:
Eva-Maria Gries berichtete aus den Saisongärten:
Die Saisongärten laufen seit zwei Saisons. Alle 9 Parzellen waren verpachtet. Die Orga machen Eva, Sandra und Bernadette. Die Umsetzung ökologischer Ideale ist immer auszuhandeln. Aktuell ist noch eine Parzelle für nächstes Jahr frei. Großes Thema war die Wasserversorgung, das ist aber jetzt gelöst.
Die meisten kümmerten sich gut um ihr Stück, wo das nicht klappte, wurde der Pachtvertrag aufgelöst.
Es ist geplant, einen Abend im Gemeindehaus zu machen, um die Saisongärten vorzustellen. Etwas irritierend war, dass die Kita Kinderträume, die auch eine Parzelle hatten, den Umweltpreis der Stadt Linden dafür bekam, aber die Klimainitiative mit keinem Wort erwähnt wurde.
Es wird beschlossen, dass die Pächter der Parzellen auch Mitglieder der Klimainitiative werden sollen.
Der Mitgliedsbeitrag wird von der zu zahlenden Pacht beglichen (die Pacht bleibt aber bei 150 EUR).
Ausblick und Projekte für 2026:
Es wird angeregt, wieder mehr Film- und Vortragsabende zu machen.
Info u. Bastelstand auf dem Marienmarkt am 29.3.2026
Klimatag am 21.6.2026

Klimatag 2025

Herzliche Einladung zum Klimatag 2025 , Schulstraße Leihgestern am 29.Juni 11-16 Uhr

Sechster Klimatag in Linden

Am Sonntag dem 29.6.2025 lädt die Klimainitiative Linden zum 6. Klimatag in der Schulstraße in Leihgestern ein.
Die Straße wird von 10.00 bis 16:00 gesperrt und zum Ort gefahrloser Begegnung und Bewegung werden.
Die Klimainitiative lockt wie jedes Jahr mit einem bunten Programm für Jung u. Alt, für interessierte u. engagierte Menschen, die sich Gedanken machen über die Zukunft der Menschheit auf unserem Planeten.
Eröffnet wird der Klimatag mit einem openair Gottesdienst mit Pfarrer Zeiler-Held und der Kirchenband.
Info Stände sind vom NABU, der Klimainitiative, Science for Futur S4F, Bündnis 90/Die Grünen, Amnesty international, Omas for future angemeldet. Wie jedes Jahr besteht die Möglichkeit am ADFC Stand sein Fahrrad kodieren zu lassen, bitte unbedingt Kaufbeleg mitbringen! Für das leibliche Wohl wird der Kita – Förderverein StaRK mit Kaffee und Kuchen, die Ukrainische Community mit Fingerfood und Cocktails sowie der NABU mit Getränkeverkauf sorgen.
Wie die Jahre zuvor werden die Tanzgruppen der TSG ihr Können zeigen. Für Stimmung sorgen die Musikgruppen „FogelF“ mit antikapitalisten Folk, „Linde und Wilmar“ mit Polit-Songs sowie der Trommel-Workshop „Rhythm of Resistance“.
Als besondere Attraktion wird es die Möglichkeit geben, Popcorn mit dem Solarkocher herzustellen.
Der Klimamanager der Stadt Linden wird das Lastenfahrrad der Stadt vorstellen und gebrauchte Handys sammeln.
Mit dabei wird der Bürgerbus der Stadt Linden und die Rikscha der Diakoniestation sein. Es wird Bastel-, Mal- und Bewegungsmöglichkeiten für Kinder geben.
Die Schulstraße führt zu 2 Kitas und einer Schule und wäre gut als Spielstraße oder Fahrradstraße geeignet, neuerdings mit Durchfahrgenehmigung für den Busverkehr. Das ist nur ein Ziel, für das sich die Klimainitiative
seit Jahren engagiert. Mehr Sicherheit für Fußgänger u. Fahrradfahrer, mehr ÖPNV, weniger individueller Autoverkehr insbesondere Elterntaxis. Das wird auch das Thema beim Abschlussgespräch sein, zu dem alle interessierten
Bürger, Lehrer, Eltern und Kinder herzlich eingeladen sind.

Bericht von der Veranstaltung am 10.3.2025

„Energiewende – Rohstoffabbau und Menschenrechte“

Gut 20 Zuhörer/innen konnte die Klimainitiative in den Räumen der
evangelischen Gemeinde in Großen Linden am Montagabend begrüßen.
Herbert Peters, aktives Mitglied der Gießener Amnesty International
Gruppe und Mitglied der Themenkoordinationsgruppe Wirtschaft, Rüstung
und Menschenrechte legte seinen Focus auf den Klimawandel mit der
Notwendigkeit, den CO2 Ausstoss dringend weiter zu reduzieren. Er
schilderte in anschaulichen Bildern u. Statistiken den Istzustand: PKW u. LKW sind für
1/5 der CO2 Emissionen in Deutschland verantwortlich, seit 1990
sind sie stetig angestiegen. Aktuell gibt es allein in Deutschland 48
Millionen PKW.

Z.B. Norwegen hat es geschafft mit erhebliche
Anstrengungen und gutem Erfolg mehr E-Autos auf die Strassen zu bringen. Wenn weitere
Länder ihre erklärten Ziele einhalten wollen, könnte der Umstieg auf
Elektrofahrzeugedazu beitragen, die Treibhausgasemissionen zu senken. Die steigende
Nachfrage nach Elektrofahrzeugen bringt jedoch neue Herausforderungen
für die Menschenrechte mit sich und droht, die bekannten
Menschenrechtsverletzungen im Bergbausektor noch zu verschärfen.

In eindrücklichen Bildern referierte Peters über die Zustände in der Demokratischen Republik Kongo beim Abbau von Kobalt u. Kupfererzen sowie dem Nickelabbau auf den Philippinen.
Gesundheitsgefährdung, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen,
Kinderarbeit, verwüstete Landschaften – all diese Zustände versucht
Amnesty International zu veröffentlichen und zu verbessern. Im Herbst 2024 erstellte Amnesty ein Ranking anhand von Recherchen u. Analysen, welche Rücksicht auf
Menschenrechte und Umweltzerstörung die 13 führenden Hersteller von Elektroautos
nehmen.

Die Hauptkategorien der menschenrechtlichen Sorgfalt sind:

  1. Erklärung des Unternehmens zu Menschrechtspolitik und -verpflichtungen,
  2. Identifizierung und Bewertung nachteiliger Auswirkungen auf die
    Menschenrechte,
  3. Vorbeugung, Minderung und Beendigung negativer Auswirkungen auf die
    Menschenrechte,
  4. Monitoring der Maßnahmen
  5. Berichterstattung und Transparenz
  6. Verfahren zur Wiedergutmachung bei Verstößen
    Der Bericht „Recharge for Rights“ dokumentiert bei den 13 großen
    Elektroautoherstellern teils große Lücken bei Richtlinien und Praxis zu
    menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten für die vier wichtigen Rohstoffe (Kobalt, Kupfer,
    Lithium und Nickel) in der Batterielieferkette, wobei die großen
    deutschen Autohersteller deutlich besser abschnitten als die asiatischen Autobauer.
    In der anschließenden Diskussion wurde nochmals klar, dass die
    Menschenrechts- u. Umweltschutzforderungen mit einer Erhöhung der
    Batteriepreise einhergehen.
    Das sollten die Verbraucher aber in Kauf nehmen, um nicht die Fehler der
    kolonialen Vergangenheit zu wiederholen. Gerne sollte beim Kauf auch mal
    nach der Herkunft und den Produktionsbedingungen von Batterien in Autos,
    PV-Anlage etc. gefragt werden.

Keine Energiewende ohne Menschenrechte – am 10.3.2025 um 20.00 Uhr

Die Klimainitiative Linden e.V. und die Amnesty International Gruppe Gießen laden zu einem Vortrag mit Diskussion über E-Mobilität und ihre Auswirkungen auf die Länder der 3. Welt ins Gemeindehaus der Ev. Kirche Großen-Linden am 10.3.2025 um 20.00 Uhr ein.

Die E-Mobilität ist ein notwendiger Schritt zur Eindämmung der Klimakrise, die ja gleichzeitig eine Menschenrechtskrise ist, weil sie wesentliche uns zustehende Rechte einschränkt. Die Umstellung erfordert einen verstärkten Abbau der dafür notwendigen Rohstoffe. Die Internationale Energie Agentur geht von einer 9fachen Steigerung des Bedarfs aus. Die dafür benötigten Metalle und Mineralien finden sich oft und manchmal ausschließlich auf der südlichen Halbkugel. Der Abbau hinterlässt zerstörte Landschaften, verschmutzte Flüsse und Umwelt, vertriebene und verarmte Bevölkerung. Wiederholen wir nun die Fehler der Vergangenheit oder gelingt es uns, die Rohstoffe menschenrechtskonform abzubauen, sparsam einzusetzen und vor allem wiederzuverwenden?

Der Klimanotstand ist eine Menschenrechtskrise, die eine dringende, einheitliche und globale Antwort erfordert. Sie bedroht die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte heutiger und künftiger Generationen und damit letztlich die Zukunft der Menschheit. Der Hauptverursacher des Klimawandels – fossile Brennstoffe – muss im Zuge des weltweiten Übergangs zu erneuerbaren Energien schrittweise abgeschafft werden.

Als Teil dieses Übergangs haben einige Länder Anreize für den Umstieg von Verbrennerfahrzeugen auf Elektrofahrzeuge geschaffen. Wenn die Länder ihre erklärten Ziele erreichen, könnte der Umstieg auf Elektrofahrzeuge dazu beitragen, die weltweiten Treibhausgasemissionen zu senken. Die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen bringt jedoch neue Herausforderungen für die Menschenrechte mit sich und droht, die gut dokumentierten Menschenrechtsverletzungen im Bergbausektor zu verschärfen.

Die Standard-EV-Batterie enthält Mineralien und Metalle wie Kobalt, Kupfer, Lithium und Nickel. Diese Metalle sind für Elektrofahrzeuge, aber auch für mobile Geräte und andere Energietechnologien, die einen Batteriespeicher benötigen, unerlässlich. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur wird sich die Nachfrage nach Mineralien allein für EV-Batterien zwischen 2024 und 2050 etwa verneunfachen. Um diese Nachfrage zu befriedigen, müssen laut Benchmark Mineral Intelligence, einem Beratungsunternehmen der Branche, bis 2035 mehr als 350 neue Minen eröffnet werden. Doch dieser Ansturm auf den Abbau von Mineralien für die Energiewende hat auch seine Schattenseiten. Umweltschäden, Zwangsvertreibungen, gefährliche Arbeitsbedingungen und die Verletzung der Rechte indigener Völker sind nur einige der Missstände, die von den Betroffenen des industriellen Bergbaus festgestellt wurden.

Die Auswirkungen des Abbaus von Batteriemetallen auf die Menschenrechte sind seit langem ein Schwerpunkt der Arbeit von Amnesty International. Wiederholen wir nun die Fehler der Vergangenheit oder gelingt es uns, die Mineralien menschenrechtskonform abzubauen? Die Klimainitiative Linden lädt ein zu einem Vortrag und Diskussion mit der Amnesty International Gruppe Gießen.

Soll ich mir ein E-Auto kaufen oder meinen Verbrenner fahren bis er
kaputt geht.
Wird die kommende Regierung den Kauf von E-Autos erneut finanziell fördern?
Wird das „Verbrenner Aus“ wirklich umgesetzt oder nochmal hinausgezögert?
Wird es ausreichend E-Tanksäulen geben? Wie sieht der Verkehr der
Zukunft aus?
Gibt es genug Rohstoffe, um den ständig steigenden Bedarf an Metallen,
Mineralien für Batterien und Speicher zu decken?
Diese Fragen treiben z.Zt. viele Menschen um. Schon heute werden Kriege
um die Vorkommen von seltenen Erden geführt.
Die Klimainitiative Linden lädt herzlich ein, am 10.3.2025 um 20Uhr im
Evang. Gemeindehaus in Großen Linden zum Vortrag
mit anschließender Diskussion. Herbert Peters von der Sektion Amnesty
International wird über Energiewende, Rohstoffabbau
und Menschenrechte sprechen.
Er ist seit 1974 Mitglied bei Amnesty International und ehrenamtliches
Mitglied der Themenkoordinationsgruppe Wirtschaft,
Rüstung und Menschenrechte. In dieser Rolle arbeitet er vorrangig über
Batterierohstoffe und das Lieferkettengesetz.
Der gelernte Kaufmann, Handelsfachwirt und studierte Manager H. Peters
befasst sich seit 2006 mit E-Mobilität und der Entwicklung
von Brennstoffzellenfahrzeugen. Die Auswirkungen des Abbaus von
Batteriemetallen auf die Natur und die Menscherrechte, Umweltschäden,
Zwangsumsiedelungen und Verletzung der Rechte indigener Völker sind nur
einige Mißstände, die eine lebhafte Diskussion erwarten lassen.
Wiederholen wir die Fehler der Vergangenheit? Ein spannender, kritischer
und angesichts des Vorkommens an seltenen Erden in der Ukraine
brandaktueller Vortrag erwartet die Zuhörer/innen.