Aktueller Weltklimabericht des IPCC vom 9.8.2021

https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/

Die Presseerklärung https://www.ipcc.ch/2021/08/09/ar6-wg1-20210809-pr/ fasst die wichtigsten Ergebnisse des aktueller Weltklimaberichts des IPCC (auf Englisch) zusammen.
In den Schlaglichtern für die politischen Entscheider in https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/downloads/report/IPCC_AR6_WGI_Headline_Statements.pdf sieht man die wichtigsten Thesen. Die umfangreiche „Summary for Policymakers“ (https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/downloads/report/IPCC_AR6_WGI_SPM.pdf, 41 Seiten) wird mit konkreten Messergebnissen und Prognoserechnungen noch deutlich detaillierter.

Das Umweltbundesamt hat eine deutsche Zusammenfassung veröffentlicht https://www.umweltbundesamt.de/themen/ipcc-bericht-klimawandel-verlaeuft-schneller und das Helmholtz-Institut hat ein Video über die Ergebnisse online gestellt https://ufz.pageflow.io/co2-budget#305697.

Nachfolgend die offizielle Information der JLU-Gi zum globalen Klimastreik auf ihrer Homepage!
https://www.uni-giessen.de/ueber-uns/veranstaltungen/sonstige/demos4f

Gut lesbares Interview mit Hirschhausen zum Thema „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“.
https://taz.de/TV-Moderator-Eckart-von-Hirschhausen/!5799639/

 

Ganz kurz zusammengefasst:

  • Der Klimawandel ist real und menschengemacht
  • Er führt zu lebensfeindlichen Veränderungen
  • Die Menschheit kann den Schaden voraussichtlich noch begrenzen, wenn sie schnell handelt

Informationen zu dem von Wissenschaftlern geleakten IPCC-Bericht.

Der dritte Teil des IPCC-Berichts wurde vorab geleakt (ohne Freigabe von politisch Verantwortlichen gelangte der Bericht an die Öffentlichkeit) – weil die Forscher:innen fürchteten, dass die Ergebnisse sonst verwässert würden. Denn Regierungen hätten das Recht, Änderungen an der „Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger“ vorzunehmen.
Dem Entwurf zufolge sind die nächsten zehn Jahre entscheidend, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Dafür müssen Treibhausgasemissionen in den nächsten vier Jahren ihren Höchststand erreichen. Kohle- und Gaskraftwerke müssen innerhalb der nächsten zehn Jahre geschlossen werden. Außerdem müssen bestimmte Bevölkerungsschichten ihr Verhalten und ihre Lebensweise ändern.
Dem geleakten Entwurf des Weltklimarats zufolge tragen die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung zwischen 36 und 45 Prozent zum Treibhausgasausstoß bei. Die ärmsten 10 Prozent sind dagegen nur für drei bis fünf Prozent der Emissionen verantwortlich. Ihr Beitrag ist also etwa zehnmal geringer.
Dem Bericht zufolge fehlt es an Investitionen, um die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen: Derzeit werde dafür etwa fünfmal zu wenig investiert.
Das heißt im Klartext, das 1,5 Grad Ziel, kann derzeit nicht erreicht werden.

Am 29.4.2021 hat das Bundesverfassungsgericht höchstrichterlich entschieden, dass die Regierung mitschuldig am schnellen Voranschreiten des Klimawandels ist, das Klimaschutzgesetz schnellstens bis 2022 überarbeiten muss und viel energischere Schritte vor allem in den Jahren bis 2030 unternehmen muss.
Bleibt es beim derzeitigen Kurs, wird die Bundesrepublik das CO2-Budget von 3,465 Gigatonnen, das ihr für die Einhaltung des 1,5 Grad Limits zusteht, innerhalb weniger Jahre aufbrauchen. Deutschland dürfte selbst für die Einhaltung des 2 Grad Limits schon ab 2030 keine einzige Tonne CO2 mehr emittieren.
Da dies nicht gelingen wird, verletzt die Bundesregierung ihre Verpflichtungen und verletzt das Recht junger Menschen auf eine lebenswerte Zukunft.

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